AGBs

§ 1 Allgemeines:

Maßgebliche Vertragsgrundlage für alle vom Stechwerk Wuppertal geschlossenen Verträge (gemeint sind u. a.: Verträge zur Erstellung einer Tattoovorlage, Tattooverträge und sämtliche geschlossenen Verträge, die mit dem Betrieb des Stechwerk Wuppertal verbunden sind – bspw. Einkauf von Arbeitsmaterialien und Arbeitsgeräten) sind die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie etwaige individuelle Vereinbarungen. Sie haben Vorrang vor den abweichenden Bedingungen des Vertragspartners, die ausdrücklich nicht anerkannt werden.

§ 2 Vertragsbedingungen; Vertragsschluss:

Bei dem zwischen dem Tattoostudio Stechwerk Wuppertal und dem Kunden geschlossenen Vertrag handelt es sich um einen Dienstvertrag (sowohl das anfertigen der Tattoovorlage, als auch das Stechen des Tattoos).

a) Es werden grundsätzlich nur Personen ab 18 Jahren tätowiert. Personen die mindestens 16 Jahre alt sind, benötigen die Einverständniserklärung sowie eine Kopie des Personalausweises eines Erziehungsberechtigten. Die Einverständniserklärung muss von einem Erziehungsberechtigten persönlich im Tattoosstudio ausgefüllt worden sein. Das Tattoostudio Stechwerk Wuppertal behält sich ausdrücklich vor, Personen unter 18 Jahren ohne Benennung von Gründen abzulehnen.

b) Es werden keine Personen unter Alkohol – und/oder Drogeneinfluss, sowie Bluter, Personen mit ansteckenden Krankheiten (beispielsweise Hepatitis) tätowiert. Sollte eines der vorgenannten Umstände vorliegen, so muss dies bei der Terminvergabe, oder spätestens vor dem Termin mitgeteilt werden, wenn dies nicht vorher bekannt war.

c) Tattoomotive, die gestochen werden sollen, können selbst mitgebracht werden, oder aber von unserer Vorlagenauswahl gewählt werden.

aa) Gerne können bereits bestehende Vorlagen nach Wunsch verändert beziehungsweise erweitert werden.

bb) Es ist ein selbstverständlicher Bestandteil des künstlerischen Selbstverständnisses des Stechwerk Wuppertal, das individuelle Tattoomotive erstellt werden, die Unikate darstellen. Dies stellt die Regel dar, wenn der Kunde nichts anderes wünscht.

d) Es wird – der Klarstellung halber – ausdrücklich darauf hingewiesen, dass zwei Selbstständige Verträge geschlossen werden.

Zum einen wird ein Vertrag über die Beratung und das Anfertigen einer Tattoovorlage geschlossen. Die Kosten für ein solches Beratungsgespräch samt Erstellung einer Tattoovorlage richten sich nach dem Zeitaufwand, was der Künstler des Stechwerk Wuppertal dafür verwendet. Wenn zwischen den Parteien für die Erstellung nichts anderes vereinbart ist, gilt für die Erstellung der Vorlage eine Pauschale i. H. v. 30 % der Gesamtkosten für das Stechen des Tattoos als Stillschweigend vereinbart. Der zweite Vertrag ist das Stechen der Tattoovorlage am Termintag. Die Kosten hierfür richten sich ebenfalls nach dem Zeitaufwand und werden dem Kunden vorher mitgeteilt. Auch hat der Kunde die Möglichkeit sein Budget mitzuteilen. Dementsprechend wird der Termin vorgenommen.

Die Kosten für das Beratungsgespräch und die Anfertigung der Tattoovorlage (erster Vertrag) werden am Termintag mit den Kosten des zweiten Vertrages (Ausführung/Stechen der Tattoovorlage) verrechnet. Sollte allerdings der zweite Vertrag nicht wahrgenommen werden, so müssen die Kosten des ersten Vertrages voll gezahlt werden (dazu unten mehr).

e) Vor der Terminvergabe ist ein angemessener Vorschuss, den die Vertragsparteien vorher vereinbaren, zu zahlen. Dieser Vorschuss wird für das Beratungsgespräch, Tattoovorschlag (für das Beratungsgespräch und den Tattoovorschlag – bei dem der Künstler des Stechwerks Wuppertal dem Kunden bzw. Interessenten seine Ideen und die Umsetzungsvorschläge dem Wunsch des Kunden bzw. Interessenten entsprechend mitteilt – des Künstlers wird ein Pauschalbetrag von 100,00 € berechnet) und die Erstellung der Tattoovorlage (die Kosten der Tattoovorlage richten sich nach Aufwand der Vorlage) gezahlt und wird einbehalten, wenn das Beratungsgespräch über die Erstellung der Vorlage abgeschlossen ist – spätestens jedoch sobald der Künstler des Stechwerks Wuppertal mit der Vorlage beginnt und Arbeitsaufwand in die Vorlage investiert hat, die sich mindestens mit dem Vorschuss decken.

In dem Falle, in dem man eine andere Vorlage (Modifikationen sind hierbei nicht gemeint) haben möchte, wird ein erneuter Vertrag über die Anfertigung der zweiten Vorlage geschlossen. In diesem Fall ist erneut ein angemessener Vorschuss zu zahlen.

f) Vereinbarte Termine können zehn Werktage vor dem Termin verschoben werden. Es kann allerdings keine Gewähr dafür übernommen werden, dass zeitnah ein Ersatztermin vereinbart werden kann.

g) Sollte die Wahrnehmung des Termins aufgrund von gesundheitlichen Problemen bzw. Risiken nicht möglich sein, so ist dies dem Stechwerk Wuppertal unverzüglich und ohne schuldhafte Verzögerung mitzuteilen und in Form eines ärztlichen Attestes (das ärztliche Attest muss vor dem Termin ausgestellt worden sein, wenn keine plausible Begründung dafür vorliegt, warum das ärztliche Attest nach dem Terminstag ausgestellt wurde) zu belegen.

Dies ist persönlich vorzuzeigen oder per Einschreiben zuzusenden. Für auf dem Postweg verloren gegangene ärztliche Atteste übernimmt der Versender die Verantwortung. Die Kosten für das Einschreiben sind vom Versender zu tragen. In diesem Fall wird ebenfalls nach einem Ersatztermin gesucht, wenn die Ausführung der Tätowierung zu einem späteren Zeitpunkt ohne medizinische Bedenken möglich ist und der Kunde dies wünscht. Auch hierbei kann nicht garantiert werden, dass der Ersatztermin zeitnah stattfinden kann.

Sollte die Tätowierung nicht erfolgen, so fallen die Kosten für das Beratungsgespräch und die Erstellung der Tattoovorlage an.

h) Wird der Tattootermin, ohne vorher abgesagt worden zu sein, nicht wahrgenommen, so behält sich das Stechwerk Wuppertal ausdrücklich vor, kein Ersatztermin anzubieten. In diesem Fall ist vorab der erste Vertrag (Beratungsgespräch und Anfertigung der Tattoovorlage) vollständig zu bezahlen.

i) Sollte eine Nachbearbeitung des Tattoos erforderlich sein, so erfolgt dies kostenfrei, wenn das Tattoo nach Anweisung des Stechwerk Wuppertal gepflegt wurde.

Der Kunde ist verpflichtet das angefertigte Tattoo nach Anweisung des jeweiligen Tätowierers zu pflegen. Für Mängel an der Tätowierung, die aufgrund der Nichtbeachtung der Pflegehinweise erfolgt sind, übernimmt das Studio keine Verantwortung. Eine Nachbesserung, die aufgrund der Nichtbeachtung der Pflegehinweise erfolgt, ist kostenpflichtig.

Sollte der vereinbarte Termin zur kostenlosen Nachbearbeitung des Tattoos nicht wahrgenommen werden (außer im Krankheitrsfall; auch hier ist dies mit einem arztlichen Attest zu belegen, hierbei gilt das o. g.) wird ein erneuter Termin zur Nachbearbeitung kostenpflichtig.

j) Sowohl das Beratungsgespräch und die Erstellung der Tattoovorlage, als auch die Ausführung des Tattoos sind Dienstverträge.

§ 3 Einverständniserklärung:

Der Kunde erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, dass an ihm Körpermodifikationen vorgenommen werden, die de lege artis ausgeführt werden. Weiterhin bestätigt der Kunde, dass die Modifikationen an seinem Körper nach seinem uneingeschränkten freien Willen vorgenommen wurden. Weiterhin ist der Kunde verpflichtet, sich eingehend über eventuelle Risiken und Folgerisiken eines Tattoos zu informieren.

Der Kunde willigt – zumindest konkludent/durch schlüssiges Verhalten – in die vorgenommene Körperverletzung, die dafür notwendig ist die Tätowierung auszuführen, ein.

§ 4 Pflichten des Kunden:

Der Kunde ist verpflichtet bei der Terminvergabe über eventuell vorhandenen Allergien, über Empfindlichkeiten, Erbkrankheiten, Krankheiten und ansteckende Krankheiten zu informieren, auch wenn diese erst nach Auftragserteilung und/oder nach Ausführung der Arbeiten bekannt werden.

§ 5 Haftungsbeschränkung:

Das Tattoostudio Stechwerk Wuppertal schließt die Haftung für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen aus, sofern diese keine vertragswesentlichen Pflichten, Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit oder Garantien betreffen oder Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz berührt sind. Gleiches gilt für Pflicht Verletzung unserer Erfüllungsgehilfen.